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Saracenos neue Installation

Kugel-Skulpturen in Wiener Barockkirche

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Der für seine luftigen Skulpturen bekannte Argentinier Tomás Saraceno bringt seine neue Installation in der Wiener Karlskirche zum Schweben

Zwei teils reflektierende Kugeln von zehn und sieben Metern Durchmesser werden ein Jahr lang in der 300 Jahre alten Barockkirche zu sehen sein. Angesichts der Dimensionen der Kirche - sie hat einen eher kleinen Grundriss, aber dafür eine 70 Meter hohe Kuppel - sei es wichtig gewesen, einen Künstler zu finden, der architektonisch denke, sagte Kurator Moritz Stipsicz am Dienstag.

Der 45-jährige Argentinier hat sein interdisziplinäres Projekt "Aerocene" 2015 gestartet. Die teils riesigen Kugeln, gefüllt mit reiner Luft, können dank Antrieb durch Sonne und Luft große Distanzen zurücklegen. So sollen auch eine Vision nicht nur für umweltschonenden Transport, sondern auch für die mögliche Besiedelung der Lüfte sein.

Im Fall der Karlskirche, als barockes Gesamtkunstwerk mit 200 000 Besuchern im Jahr ein großer touristischer Anziehungspunkt, werde der Eindruck erweckt, dass der "Blick nach oben Lösungen zu irdischen, menschlichen oder menschengemachten Problemen" bieten könne, hieß es.

Die Installation ist Teil eines 2018 gestarteten Programms, bei dem Künstler sich mit dem Kirchenraum auseinandersetzen sollen. "Dieses Projekt erinnert an die lange Tradition der katholischen Kirche als wichtiger Auftrageber zeitgenössischer Kunst", so der die Initiative tragende Verein.

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