Kunstfestival

Ostrale kommt nicht aus Dresden nach Chemnitz

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Das Dresdner Kunstfestival Ostrale kommt aus Kostengründen nicht nach Chemnitz

Eine Prüfungskommission befand den Umzug und die Ansiedlung der Biennale als zu teuer und zu aufwendig. Das teilte der Chemnitzer Kulturbetriebsleiter Ferenc Csák am Dienstag mit. Das Gremium habe in seinem Abschlussbericht empfohlen, "den Verein Ostrale trotz kooperativ verlaufender Gespräche nicht in Chemnitz zu verorten", teilte die Stadt mit.

Chemnitz wollte im Zusammenhang mit der Kandidatur als Kulturhauptstadt 2025 das Kunstfestival vom Mitbewerber mit einem Zehn-Jahres-Vertrag in die Stadt holen. Die Prüfungskommission stellte nun jedoch fest, dass nur eins der untersuchten Objekte infrage gekommen wäre. Miete, Umzug und Umbauten hätten aber einen finanziellen Mehraufwand in nicht vorhersehbarem Umfang bedeutet. Dafür hätten die Fördermittel nicht ausgereicht. 

Zudem habe das Konzept für die Zeit zwischen den alle zwei Jahre stattfindenden Kunstausstellungen den "hohen finanziellen Einsatz der Stadt Chemnitz" nicht ausreichend gerechtfertigt. Die für den Verein Ostrale bereits eingeplanten Mittel in Höhe von 250 000 Euro sollen auf Empfehlung der Kommission anderweitig eingesetzt werden.

Damit ist weiter ungewiss, wo die nächste Ostrale (28. Juni bis 29. September 2019) stattfinden wird. Das Kunstfestival war auf der Suche nach einem neuen Standort, weil das bisherige Domizil in einem ehemaligen Schlachthof in Dresden sanierungsbedürftig und deswegen nicht weiter nutzbar ist.

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