AICA

Kunstkritikerverband wählt Museum und Ausstellungen des Jahres

Nach Meinung der Kritiker das "Museum des Jahres": Das Museum Folkwang in Essen
Foto: © Museum Folkwang 2017, Foto: Giorgio Pastore

Nach Meinung der Kritiker das "Museum des Jahres": Das Museum Folkwang in Essen

 

Die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands AICA hat das Museum und die Ausstellungen des Jahres gewählt

Die Kritikerinnen und Kritiker sehen das Folkwang Museum in Essen als "Museum des Jahres". Das Haus verbinde immer wieder seine bedeutende Sammlung mit thematisch aktuellen Sonderausstellungen. Das sei auch bei der derzeit laufenden Schau "Der montierte Mensch" der Fall. So sei eine thematische Präsentation von Kunstwerken zusammen mit archäologischen und ethnologischen Stücken zu sehen. Die Krupp-Stiftung ermöglicht Besuchern des Essener Museums freien Eintritt.

Zur "Ausstellung des Jahres" kürten die Kritiker die Schau "Palast der Republik" in der Kunsthalle Rostock. Dort werde die Geschichte des gleichnamigen einstigen und mittlerweile abgerissenen SED-Prachtbaus in Berlin leicht verständlich und wissenschaftlich sachlich dargestellt. Zeitgenössische Künstler setzten sich mit dem Gebäude und seiner Bedeutung kritisch auseinander.

Den Titel "Besondere Ausstellung" erhielt die Schau "The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue" am Berliner Ausstellungsort Kunst-Werke. Dort wurde das bislang wenig untersuchte Werk der Chicagoer Malerin Christina Ramberg gezeigt und in Bezug zu anderen Exponaten unterschiedlichster Formen gestellt.

In der deutschen AICA-Sektion sind rund 200 Autoren, Journalisten und Publizisten vertreten. Die drei undotierten Auszeichnungen werden jährlich vergeben. International wirken in dem Verband rund 6000 Kritiker mit.