Präsident des Jüdischen Weltkongresses

Lauder kritisiert Deutschland wegen des Umgangs mit NS-Raubkunst

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Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, hat Deutschland wegen seines Umgangs mit NS-Raubkunst scharf kritisiert

"Dass uns 73 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs das Thema immer noch beschäftigt, ist einfach nicht akzeptabel", sagte er laut Mitteilung vom Freitag bei einer Veranstaltung in Berlin. "Das schadet dem Ruf Deutschlands."

Der bekannte US-Unternehmer und Kunstsammler versicherte, er wisse das Engagement von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und ihren Vorgängern zu schätzen. "Aber können wir bitte mehr Ergebnisse sehen?", forderte er. "Mit der riesigen Kluft zwischen offiziellen Ankündigungen und wirklichen Taten muss endlich Schluss sein." Lauder sprach den Angaben zufolge am Donnerstag bei einer Veranstaltung zur Verabschiedung der Washingtoner Prinzipien vor 20 Jahren. Die unterzeichnenden Länder verpflichteten sich darin, faire und gerechte Regelungen mit den Erben von NS-Opfern zu suchen.

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