Mangelnde Diversität

Maler Mark Grotjahn sagt Ehrung durch Museum ab

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Das Museum of Contemporary Art (MOCA) in Los Angeles wollte im Mai den Maler Mark Grotjahn mit einer Gala ehren. Der aber sagte nun ab, weil er nach John Baldessari, Ed Ruscha und Jeff Koons der vierte weiße Mann in Folge gewesen wäre

Grotjahn hatte im vergangenen Jahr der Auszeichnung zugestimmt. Seither aber, so zitiert die "L.A. Times" den Künstler aus Los Angeles, "hat sich unser Land und die Welt in einer unvorhergesehenen Weise verändert. Es gibt eine neue Dringlichkeit, die Machtdynamiken zu verändern, und wir haben die Möglichkeit, daran zu arbeiten."

MOCA-Chef Philippe Vergne sagte, dass Grotjahn die Auszeichnung absolut verdiene, aber er akzeptiere dessen Entscheidung. Seit 2001 veranstaltet das MOCA jedes Jahr eine große Spendengala mit Ticketpreisen von 2500 Dollar. Seit 2014 werden bei diesen Veranstaltungen Künstler geehrt. Das MOCA plant eine große Grotjahn-Retrospektive für das Jahr 2020.

Vor zwei Wochen ist der Künstler Lari Pittman vom MOCA-Vorstand zurückgetreten, weil er am Museum nicht genügend Bemühungen zur Gleichstellung erkennen konnte.

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