Monopol-Podcast

Kippys Geheimnis

Der Künstler Martin Kippenberger hatte in den 1990er-Jahren den Ruf eines Machos. Wie schauen wir heute auf ihn als Künstler und Menschen? Und funktionieren seine Werke immer noch? In unserer Märzausgabe und in einer neuen Folge unseres Podcasts sind wir diesen Fragen nachgegangen

"Herrenwitze sind so wichtig wie der liebe Gott", lautet das Zitat von Martin Kippenberger, das man als Erstes findet, wenn man seinen Namen in eine Suchmaschine eingibt. Schon zu Lebzeiten kam der 1997 verstorbene Künstler wohl selbst manchen Menschen vor wie ein wandelnder Herrenwitz – von den dazugehörigen Herrengedecken wollen wir gar nicht reden. Doch wie nehmen wir den dauerironischen, viel gehassten und viel geliebten Ruhrgebietssohn heute wahr – in einer Zeit, inder es, freundlich ausgedrückt, einige neue Erkenntnisse dazu gibt, was eigentlich für welche Bevölkerungsgruppen witzig ist und wo sich manche Herren ihre Witze genau hinstecken können?

Höchste Zeit, Martin Kippenberger wenigstens postum mit der Gegenwart zu konfrontieren. Dazu haben wir für unsere Märzausgabe zwei scharfzüngige Frauen gewonnen: Die Bestsellerautorin Sophie Passmann hat sich einige Klassiker des ehemaligen Klassenclowns der deutschen Kunst genauer angeschaut – und findet dabei, so viel sei hier verraten, deutlich mehr als nur schlechte Witze. Und die Schriftstellerin Sarah Khan lenkt die Aufmerksamkeit wieder auf die Kunst, deren Komplexität Kippenberger mit seinem lauten Auftreten manchmal geradezu tarnte.

"The Happy End of Franz Kafka’s 'Amerika'" heißt die große Kippenberger-Installation, mit der sich Khan beschäftigt und die gerade im Museum Folkwang in Essen aufgebaut wird – in sehnsüchtiger Erwartung eines anderen Happy Ends: der Wiedereröffnung der Museen. In einer neuen Folge des Monopol-Podcasts spricht die Schriftstellerin daüber, was sie dabei über Kippenberger herausgefunden hat.

Der Künstler Johannes Wohnseifer war fünf Jahre lang Kippenbergers Assistent. Im Podcast erzählt er, dass sein Start kein leichter war und was er an Kippenbergers Charakter und an seinen Arbeiten schätzt.

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