Kooperation

Museumsprojekt zwischen Centre Pompidou und Saudi-Arabien kommt voran

Das "Centre Georges Pompidou" in Paris, 2023
Foto: Francois Guillot/AFP/dpa

Das "Centre Georges Pompidou" in Paris, 2023

Das Museumsprojekt zwischen dem Centre Pompidou und Saudi-Arabien in der Oasenstadt AlUla nimmt Form an

Wie die Pariser Einrichtung auf ihrer Homepage mitteilt, wurde am Montagabend ein Vorvertrag für die Entwicklung des Museums für zeitgenössische Kunst unterzeichnet, das 2027 eröffnet werden soll.

Demnach soll das Pariser Museum unter anderem beim Aufbau einer Sammlung und der Organisation des Veranstaltungsprogramms helfen, sein Fachwissen in die Schulung des Personals einbringen und bei Fragen des Betriebs- und Finanzmodells beraten. Die Zusammenarbeit soll zunächst auf vier Jahre begrenzt sein.

Das Pariser Centre Pompidou weitet seit Jahren seinen Einfluss im Ausland aus. Im Jahr 2015 eröffnete es im spanischen Málaga seine erste Filiale, ihr folgten Brüssel mit dem Kunstzentrum "Kanal – Centre Pompidou", Shanghai mit dem "Centre Pompidou x West Bund". Die Kunsteinrichtungen werden nur für eine bestimmte Dauer von Paris bespielt. Weitere Projekte sind Jersey City und Seoul geplant.

Wieviel Geld das Centre Pompidou jährlich für seine Expertise von Saudi-Arabien erhält, wurde bislang nicht bekannt. In einer im März veröffentlichten Mitteilung hieß es, das zukünftige Museum solle den Namen "Perspective Galleries" tragen und von der französisch- libanesischen Architektin Lina Ghotmeh entworfen werden.

AlUla ist eine historische Stadt und eine archäologische Stätte im Nordwesten des Landes und steht auf der Unesco-Welterbeliste. Erste Schritte zu der Partnerschaft gehen auf ein zwischenstaatliches Abkommen zwischen Frankreich und dem Königreich Saudi-Arabien im April 2018 zurück.