Berlin

Neue Nationalgalerie will mehr Kunst von Frauen zeigen

Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, vergangenen April in der Neuen Nationalgalerie
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Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, vergangenen April in der Neuen Nationalgalerie

Der Direktor der Neuen Nationalgalerie in Berlin, Klaus Biesenbach, hat mit seinem Team einen Ausblick auf die kommenden Jahre gegeben

Geplant sind etwa Ausstellungen zur Malerin Judit Reigl, zur Fotografin Nan Goldin und zur Twenties-Ikone Josephine Baker. Biesenbach - zuvor unter anderem Chefkurator am New Yorker MoMa - leitet die Nationalgalerie seit Jahresanfang.

Etliche geplante Ausstellungen widmen sich der Arbeit von Künstlerinnen. Biesenbach sieht hier Nachholbedarf. Nach seinen Angaben sind nur neun Prozent der Kunstwerke im Bestand der Neuen Nationalgalerie von Künstlerinnen. «Das muss sich ändern.»

Das Museum ist in einem ikonischen Gebäude von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) untergebracht. Geplant sind etwa Ausstellungen mit Arbeiten von Monica Bonvicini, Lucy Raven und Fujiko Nakaya. Die in Ungarn geborene Reigl werde 2023 erstmals in Deutschland eine Einzelausstellung bekommen, sagte Biesenbach. Die brasilianische Malerin Lygia Clark wird 2024 Thema.

Das Museum will sich auch dem taiwanesischen Künstler Tehching Hsieh widmen. Er sei bekannt als «Ein-Jahres-Künstler», weil er nur eine Handvoll Performances gemacht habe, die aber jeweils mindestens ein Jahr dauerten, sagte Biesenbach. Der Museumsleiter erklärte, er wolle das Haus öffnen, damit es ein Museum für alle sei.