Radiobeitrag

Wen wollen wir auf Sockel stellen?

Die Aktivistin Jen Reid posiert vor ihrer Darstellung in einem Standbild aus Harz und Stahl mit dem Titel "A Surge of Power (Jen Reid) 2020" von Marc Quinn, die auf dem leeren Sockel installiert wurde, auf dem vor wenigen Wochen noch eine Edward-Colston-Statue stand
Foto: dpa

Die Aktivistin Jen Reid posiert vor ihrer Darstellung in einem Standbild aus Harz und Stahl mit dem Titel "A Surge of Power (Jen Reid) 2020" von Marc Quinn, die in dieser Woche in einer Nacht-und_nebel-Aktion auf dem leeren Sockel installiert wurde, auf dem vor wenigen Wochen noch eine Edward-Colston-Statue stand

Der Streit um Denkmäler geht weiter. Gut so, findet Sebastian Frenzel von Monopol im Interview mit Detektor.fm. Endlich führt Kunst im öffentlichen Raum zum Nachdenken über Geschichte und ihre Repräsentation

Während sie bislang eher unbeachtet in der Stadt herumstanden, haben die "Black Lives Matter"-Proteste in den vergangenen Wochen zu einer hitzigen Debatte über Denkmäler und sogar zu einzelnen Stürzen von Statuen geführt. An wen wollen wir uns wie erinnern? Wie wollen wir Geschichte im öffentlichen Raum repräsentieren? In Hamburg wird gerade um das monumentale Bismarck-Denkmal gestritten, in Bristol wurde das Denkmal eines Sklavenhändlers niedergerissen und am Mittwoch mit einer vom Künstler Marc Quinn angefertigten Statue einer "Black Lives Matter"-Aktivistin ersetzt (die inzwischen wieder von der Stadt abgeräumt wurde).

Zu den Hintergründen dieser Diskussionen und Aktionen spricht Monopol-Redakteur Sebastian Frenzel mit Detektor.fm und erläutert, warum diese Diskussionen und Aktionen wichtig sind. Hier nachzuhören: