Neue Hängung

Tate Britain zeigt für ein Jahr nur noch Kunst von Frauen

ANZEIGE

Die Tate Britain ändert im April ihre Sammlungspräsentation: Für mindestens ein Jahr sollen in dem Londoner Museum in der Abteilung für Kunst ab 1960 nur noch Werke von Frauen zu sehen sein

Das meldete die britische Zeitung "The Guardian". Maria Balshaw, Direktorin der Tate, sagte, sie hoffe, dass die Besucher die Veränderung gar nicht bemerken. "Ausstellungshäuser machen Fortschritte, wenn es darum geht, Künstlerinnen zu zeigen, aber das geht noch viel zu langsam." Die betreffenden, frei zugänglichen Ausstellungsräume der Tate erzählen die Geschichte britischer Kunst von 1960 bis heute. Alex Farquharson, Direktor der Tate Britain, sagte, die Ausstellungspolitik solle die entscheidende Rolle von Frauen in der britischen Kunst der letzten sechs Jahrzehnte widerspiegeln. 

60 Werke von 30 Künstlerinnen werden zu sehen sein, darunter Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Filme, unter anderem von Bridget Riley, Rachel Whiteread und Sarah Lucas. 

Die neue Hängung der Sammlung ist aber nur ein Teil des Ausstellungsprogramms für 2019. Es soll auch Einzelausstellungen geben, die sich Künstlerinnen widmen: Natalia Goncharova, Dora Maar, und Dorothea Tanning in der Tate Modern, Sol Calero in der Liverpooler Dependance des Hauses, Anna Boghiguian und Otobong Nkanga in der Tate St Ives sowie Rose Finn-Kelcey und Joanna Piotrowska in der Tate Britain.

Weitere Artikel aus Interpol