Jay-Z wird 50

Der Reichtum hat auch mit Kunst zu tun

Foto: Screenshot Youtube
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Jay-Z und Beyonce vor der "Mona Lisa" im Louvre

Laut des Magazins "Forbes" ist Jay-Z der erste Milliardär unter den Hip-Hop-Musikern. Der Rapper ist nicht nur erfolgreicher Unternehmer, sondern auch Kunstsammler  

Vom Drogendealer zum Milliardär – was wie eine Zeile aus einem schlechten Rapsong klingt, ist jetzt erstmals Realität geworden: Laut dem Magazin "Forbes" hat der Musiker Jay-Z, der 1969 als Shawn Corey Carter in Brooklyn  geboren wurde und dessen Kindheit von der Crack-Epidemie geprägt war, mit seinem Vermögen die Marke von einer Milliarde Dollar geknackt.

Die Einnahmen aus dem Musikgeschäft machen dabei nicht einmal den größten Anteil aus. Lukrativer sind Jay-Zs Anteile am Champagner-Hersteller "Armand de Brignac" und Cognac-produzenten "D’Usse", die laut "Forbes" bei 410 Millionen Dollar liegen. 200 Millionen Dollar kassierte der Musiker, als er sein 1999 gegründetes Streetwear-Label "Rocawear" im Jahr 2007 verkaufte. Der 49-Jährige betreibt aber auch einen eigenen Musik-Streamingdienst (der Wert von "Tidal" liegt bei 100 Millionen Dollar), eine eigene Restaurant-Kette, er hält Anteile am Fahrdient Uber (70 Millionen Dollar) und fungiert seit 2018 als Creative Director des Basketball-Segments von Puma.

"Picasso in my casa"

Das Vermögen seiner Frau Beyoncé beläuft sich auf 350 Millionen Dollar. Und nicht zuletzt besitzen die Carters auch eine umfassende Kunstsammlung, deren Wert "Forbes" mit 70 Millionen Dollar beziffert. Die Nähe zur Kunst haben beide auch immer wieder in ihrer Musik gesucht. Mit dem Dreh des "Apeshit"-Videos im Pariser Louvre schrieb das Powercouple im vergangenen Jahr Kunstgeschichte. Bereits zuvor waren sie auf Ausstellungen etwa von Kerry James Marshall oder Kara Walker zu sehen, rappte er sich von Michelangelo zu Picasso, trat mit Marina Abramovic auf. Sie zitierte Pipilotti Rist (im Video zu "Hold up") und ließ sich mit ihren Neugeborenen als altmeisterliche Madonna fotografieren.

Zur Sammlung der beiden zählen untern anderem Werke von Jean-Michel Basquiat, George Condo, David Hammons, Damien Hirst, Tim Noble und Sue Webster, Paul Pfeiffer, Richard Prince, Ed Ruscha, Laurie Simmons und Andy Warhol.