Deutscher Kurator

Klaus Biesenbach wird Direktor des MOCA in Los Angeles

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Der deutsche Kurator Klaus Biesenbach, bislang Leiter des MoMA PS1 in New York, wird neuer Direktor des Museum of Contemporary Art (MOCA) in Los Angeles

Das gab das Museum am 31. Juli bekannt. Philippe Vergne, der derzeitige Direktor des Hauses an der Ostküste, verlässt seinen Posten im März kommenden Jahres. 

"Einmal mehr", schreibt die "New York Times", "wendet sich Los Angeles New York zu". Denn mit Klaus Biesenbach ist es bereits der dritte Direktor, der zuvor in der Ostküstenmetropole tätig war. "Er ist außergewöhnlich", sagte die Künstlerin Catherine Opie aus der Findungskommission. "Das MOCA kann mit Stolz von sich behaupten, ein Museum für Künstler zu sein." Und Biesenbach ist bekannt dafür, enge Beziehungen zu Künstlern zu pflegen.

Der 1966 in Bergisch-Gladbach geborene Biesenbach gründete Anfang der 90er in Berlin-Mitte gemeinsam mit anderen Enthusiasten den Ausstellungsort Kunst-Werke (heute KW Institute of Contemporary Art). Seit 1996 arbeitete er als Kurator für das PS1 in New York, 1998 leitete er die erste Berlin Biennale. Seit 2010 leitet er das inzwischen dem MoMA angegliederte PS1. Vor zwei Jahren wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Daneben war er viele Jahre Kolumnist für Monopol. 

Das 1976 von Sammlern gegründete MOCA gehört zu den wichtigsten Institutionen für Gegenwartskunst in den USA. Biesenbach folgt auf Jeffrey Deitch (2010-2013) und Philippe Vergne (seit 2014). Das Museum war in diesem Jahr in die Kritik geraten, weil es seiner jährlichen Gala an Diversität fehle und weil die Chefkuratorin Helen Molesworth entlassen wurde.

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