Das Männerbild der DDR steht im Fokus der Ausstellung "Gemachte Männer" in Cottbus. Gezeigt wird die Entwicklung dieser autoritären Genderkonstruktion von der Weimarer Republik bis zu ihrer Auflösung in den 1980er-Jahren
In Leipzig untersucht die Ausstellung "Der Wille zur Veränderung" das Erbe toxischer Männlichkeit – zwischen Fitnesskult, Vaterfiguren und der Macht erotischer Projektionen
Schon weit vor ihrem 150. Geburtstag wird Paula Modersohn-Becker in gleich vier Worpsweder Kunsthäusern als Feministin und Teamplayerin gefeiert. Beide Zuschreibungen sind fragwürdig. Und die Kunst kommt dabei zu kurz
Die Technik des Künstlers Hudinilson Jr., seinen Körper durch Fotokopien zum Bild zu machen, wirkt heute aus der Zeit gefallen. Die Botschaft des Brasilianers ist aber hochaktuell, wie seine Schau bei KOW in Berlin zeigt
Auch in der DDR gab es eine Wertewirtschaft: Die Berliner Künstlerin Andrea Pichl tritt in ihrer klugen Ausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin in einen erhellenden Dialog mit Joseph Beuys
In ihrem neuen Buch analysiert Karen van den Berg die Tendenz zur Übergröße in der Kunst. Was passiert, wenn Ausstellungen Millionen kosten und Ateliers zu Unternehmen werden? Wir haben die Kuratorin gefragt
Mit seiner Ausstellung "Underwater Haze" in der Kestner Gesellschaft Hannover hat Trevor Yeung ein künstliches Habitat geschaffen. Das Modell stellt Fragen nach der Natur im Anthropozän und den Grenzen menschlicher Kontrolle
Im Haus Esters in Krefeld hat Gregor Schneider eine überaus politische Arbeit realisiert. Er ließ in den Ausstellungsräumen kurzzeitig eine geflüchtete Familie wohnen - und stellt damit unbequeme Fragen zwischen weichen Sofas
Bei Savvy Contemporary in Berlin zeigt eine Ausstellung, wie sich ausgehend von Wiegenliedern politische Geschichten erzählen lassen. Es ist ungewiss, ob solche Projekte nach den Kürzungen des Kulturetats noch möglich sind
Eigentlich haderte die Fluxus-Bewegung mit der Kunst als Heiligtum. In der Berliner Matthäus-Kirche zeigt die Ausstellung "Holy Fluxus" jedoch ihre sakralen Tendenzen - und ruft ihre politische Dimension in Erinnerung